Die Interessengemeinschaft Hetzerath feiert ihren traditionellen Kameradschaftsabend
Als die ersten Gäste gegen 18.00 Uhr am 03. November 2018 im Jugendheim eintrafen, fanden sich viele der Mitglieder der Interessengemeinschaft Hetzerath (IGH) in die 50er und 60er Jahre zurückversetzt! An den Decken und an den Wänden waren Lampions im Retrostil aufgehängt und die Tische entsprechend dieser Epoche dekoriert. So waren die Begrüßungsworte des ersten Vorsitzenden der IGH, Heinz Willi Wyen, diesmal geprägt von zahlreichen Ereignissen aus dieser Epoche.
Alltagsgegenstände aus vergangener Zeit
Auf und vor der Bühne hatte der Vorstand allerlei Dinge zusammengetragen, die damals noch zum alltäglichen Leben gehörten. Natürlich war dort der gute alte Plattenspieler, das Tonbandgerät oder ein altes Radio zu finden. Das Prunkstück der Sammlung war ein kompletter Musikschrank, ebenfalls mit Plattenspieler und Radio bestückt, den wir auf die Bühne „gehievt“ haben. Neben einem alten Diktiergerät fanden sich auch ein paar alte Kameras und eine Lavalampe ein. Auch wenn mangels Antenne der Empfang der Radios nicht perfekt war, waren trotzdem fast alle Geräte voll funktionsfähig. Ein alter Bollerwagen, ein Holz-Lkw und ein Holzroller waren vor 50 bis 60 Jahren noch in den Auslagen der Spielwarengeschäfte zu finden, heute gehören sie zur Dekoration, an der vielleicht so manche Kindheitserinnerung hängt. Auch ein eigens von Thomas John geholter Hula Hoop Reifen fand seinen Weg ins Jugendheim. Frisch gebügelte Kleidungsstücke, ein Modellflugzeug und eine große Sammlung an Singles und Langspielplatten verschiedenster Interpreten, zum Teil stilgerecht in den entsprechenden Plattenständern präsentiert, rundeten die Ausstellung im wahrsten Sinne des Wortes ab.
Kulinarisches aufgetischt
Selbst die Auswahl des Essens war auf die Zeit des Wirtschaftswunders zugeschnitten: es gab Kartoffelsalat und Würstchen, wobei bei den Speisen das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht überschritten war! Selbst die damals typischen „Mixed Pickles“ fehlten nicht. Auf diesem Weg ein Lob und Dank an einige Damen der Vorständler, die sich stundenlang vorher in ihre Küche gestellt hatten und den hervorragenden Kartoffelsalat regelrecht ins 21. Jahrhundert gezaubert haben. Ich denke, dass es allen anwesenden Mitgliedern hervorragend geschmeckt hat und jeder spätestens nach der zweiten Portion gesättigt war. Dass das gute Welser Bier bei dieser einmal im Jahr stattfindenden Veranstaltung gereicht wurde, ist ja bereits seit vielen Jahren eine Tradition, es schmeckt wohl jedem.
Lambert Hensen als Überraschungsgast
Nach dem guten Essen und der entsprechenden Stimmung kam es zum ersten Höhepunkt des Abends; wobei vielleicht war es für den einen oder anderen auch schon der zweite! Lambert Hensen aus Genhof, ein ehemaliger Lehrer, Musikus und geschichtlich Interessierter, trat mit seiner Gitarre auf, um mit der Gesellschaft zu singen und einige Anekdoten zu erzählen. Vieles auf Platt, wobei wir alle vorher gründlich in diese „Sprache“ eingewiesen wurden. Entsprechende Liedertexte hatte ich bereits im Vorfeld kopiert, so dass jeder mitsingen konnte, was viele auch taten, ein wenig zu meiner persönlichen Verwunderung! Die neue Musikanlage im Jugendheim hatte Rainer Rogowski „voll im Griff“. Auch wenn sie viel kleiner ist wie die alte, funktionierte sie einwandfrei und tat gute Dienste; bei Lambert Hensen und den weiteren Programmpunkten.
Ausgelassene Stimmung bei den Spielen
Der nächste selbige war das bekannte Spiel Stadt-Land-Fluss, welches wir mit allen Anwesenden spielten, die wiederum „Höchstleistungen“ zeigten. Vom Tisch in der ersten Reihe, bis zum „Strebertisch“ in der letzten, alle waren dabei und selbst die Moderatoren hatten richtig viel Spaß! Es ging musikalisch mit Lambert Hensen weiter, der bei seinem zweiten Auftritt die Gäste wieder zum Mitsingen animierte. Als Herr Hensen langsam seine Gitarre und seine Utensilien einpackte, schlug die Stunde von Thomas Jahn, der mit seinen „Musikschnipseln“ so manchen Gast beim Erraten von alten Titeln, die nur kurz angespielt wurden, und deren Interpreten zum Grübeln brachte. Die Auswertung dieses Spiels ergab gleich drei Gewinner, die alle mit der gleichen Punktzahl das Spiel beendeten. Alle drei bekamen kleine Gewinne überreicht, als Anerkennung für die gute Leistung sowie als Ansporn zum Mitmachen bei den nächsten Veranstaltungen.
So neigte sich langsam aber sicher ein kurzweiliger Abend seinem Ende entgegen. Ich hoffe, und davon gehe ich einfach mal aus, dass dieser Abend den teilnehmenden Mitgliedern genauso viel Spaß gebracht hat, wie uns Vorstandsmitgliedern bei der umfangreichen Vorbereitung!