Hetzerath

Unser Dorf stellt sich vor

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Sonntagnachmittag. Es ist ruhig in unserem beschaulichen Hetzerath. Der am Vortag gemähte Rasen ist kurz und bildet mit seinem kräftigen Grün einen Kontrast zum strahlend blauen Himmel. Auf dem Tisch auf der Terrasse steht schon der Kuchen, der Kaffee läuft noch durch. Plötzlich durchbricht die Ruhe ein uns wohlbekanntes Geräusch: das von quietschenden Autoreifen auf trocknem Asphalt.

Es wird schlagartig unterbrochen von einem Rums, ähnlich  wie man früher zum Spaß mit Holzstöcken auf den Boden von Dash-Trommeln geschlagen hat, die älteren unter uns werden sich noch erinnern. Doch dieses Geräusch ist längst nicht so harmlos wie die malträtierte Waschmitteltrommel, nein, dieses Geräusch bedeutet wieder einmal hohe Kosten für den Erzeuger, Umstände für die Beteiligten, vielleicht aber sogar Verletzungen und ein Krankenhausaufenthalt für die Opfer. Anstatt den Kaffee gleich mitzubringen kommt meine Frau aus dem Haus. „Es hat wieder gekracht“ so ihre Aussage, die sie sich eigentlich hätte sparen können. Der Kaffee wäre mir lieber gewesen!

Unfallschwerpunkt wird entschärft

Auch wenn ich versucht habe, diese Zeilen recht lustig zu schreiben, so ist doch ein ernster Hintergrund dabei: die Kreuzung der Hohenbuscher Straße (K29) mit der Rurtalstraße (K32), am süd/östlichen Ende unseres Ortes gelegen, hat sich zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. OK, es ist nicht immer Sonntag und schon längst nicht immer schönes Wetter, doch dies scheint keinen Einfluss auf das Übel zu haben. Zahlreiche mehr oder weniger schwere Unfälle haben sich dort in den letzten Jahren ereignet. Warum? Das vermag wohl niemand zu sagen. Stoppschilder verbieten das unverzögerte  Überfahren in Richtung Baal und Haus Hohenbusch. Die Ortseinfahrt, aus Granterath kommend, gibt erst maximal 70 km/h, dann 50 km/h vor, während aus unserm Ort kurz vorher die maximale Geschwindigkeit von 50 km/h aufgehoben wird. Also eigentlich sollte das gefahrlose Überqueren dieser Kreuzung möglich sein!

Die Kreuzung am 10. Oktober 2021 kurz vor dem geplanten Baubeginn (Luftbild Google Earth)

Doch dieser Unfallschwerpunkt wird jetzt entschärft! Nach einem Beschluss der Verkehrskommission des Kreises Heinsberg und entsprechenden Anträgen der lokalen Politiker wurde, mit einer Woche Verspätung, am 18. Oktober 2021 mit dem Neubau eines Kreisverkehrs begonnen.

Weiträumige Verkehrssperrung verursacht "Halbinsellage"

Mittlerweile sind die Bauarbeiten schon fortgeschritten und die alte Kreuzung ist nur noch am noch vorhandenen Asphalt zu erkennen, die Randbereiche sind erweitert. Da für den gesamten Straßenverkehr, der täglich diese Stelle passiert, die Baustelle in allen Richtungen gesperrt ist, müssen die Verkehrsteilnehmer derzeit teilweise weite Umleitungen in Kauf nehmen. Da gleichzeitig an der Rurtalstraße in Richtung Doverhahn bzw. Doveren ein Radweg gebaut wird, ist eine Zu- bzw. Ausfahrt von Hetzerath in diese Richtung ebenfalls verhindert.

Bau des Kreisverkehrs und Fahrradweges, es geht voran! Aufnahmen vom 01./07./08. November 2021

Dies bedeutet, dass wir Hetzerather uns verkehrstechnisch in einer Art „Halbinsellage“ befinden, da derzeit die einzige Zufahrt in unseren Heimatort über die Hohenbuscher Straße gegeben ist. Für den Bau des Radwegs wird das Gelände des Sportplatzes verkleinert und die nicht mehr genutzte Sprunggrube samt Anlauf entfernt.

Der Radweg wird das Radfahren in die westliche Richtung sicherer machen, da glaube ich fest dran, ich hoffe dies ebenfalls für die Verkehrsteilnehmer, welche den neuen Kreisverkehr demnächst nutzen werden!