Hetzerath

Unser Dorf stellt sich vor

Der Bücherschrank ist geöffnet

Eine erfreuliche Nachricht - trotz Corona-Krise und vieler Einschränkungen im sozialen Leben: Der Hetzerather Bücherschrank ist fertiggestellt und steht allen Dorfbewohnern ab sofort zur Verfügung. 

Veranstaltungen sind abgesagt und das öffentliche Leben wird eingeschränkt, sogar direkte soziale Kontakte sollen möglichst vermieden werden. Der Schutz vor dem Corona-Virus hält bis auf Weiteres das ganze Land in Atem. Dass wir im Dorf auch in der Krise zusammenhalten, zeigt eine Initiative der Hetzerather Zukunftswerkstatt. Eine Gruppe von engagierten Dorfbewohnern hilft in dieser herausfordernden Situation den besonders betroffenen Mitbürgern (ältere, kranke, in Quarantäne sich befindende oder nicht mobile Menschen) in Hetzerath, die keine Möglichkeit aus ihrem sozialen Umfeld haben, ihre Grundversorgung zu sichern.

Von der Gründung bis zum heutigen Tage

Am 11. November 1934 wurde auf einer ersten Vorversammlung beschlossen, eine traditionelle Schützenbruderschaft nach den Richtlinien der Erzbruderschaft vom heiligen Sebastianus entstehen zu lassen. Nach etlichen Vorbereitungen wurde schließlich am 31. März 1935 im Gasthof Vennedey eine erste Vollversammlung einberufen, auf der die Christ-Königs-Schützenbruderschaft Hetzerath gegründet wurde. 

Der 25. Februar 1945 bleibt in Hetzerath unvergessen. An diesem Tag endet um 15.20 Uhr mit der Befreiung des Dorfes durch amerikanische Soldaten der 2. Weltkrieg bei uns. Dieser Beitrag ist Teil unserer Geschichte, die viele Menschen in ganz Deutschland mit dem Untergang des Naziregimes in ähnlicher Weise mit der Stunde Null erlebten. Den Frieden zu wahren und sich der Geschichte ob jeglicher nationalistischer und faschistischer Strömungen zu erinnern, bleibt Teil unserer DNA.

Frühkirmes in Hetzerath 1965. Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihr 60-jähriges Jubiläum. Da treten unter der Leitung des Organisten Josef Welters im Festzelt erstmalig sieben junge Musiker auf. Die Jugendbläser waren geboren, zu diesem Zeitpunkt noch als "Jugendbläsergruppe Hetzerath", eine Gruppe der katholischen Jugend St. Josef geführt.

Der Ortsausschuss St. Josef lud zum Neujahrsempfang ein.

Manchem Mitbürger im Dorf mag das christliche Gemeindeleben nicht präsent sein. Dass sich sehr wohl viele Menschen in St. Josef Hetzerath engagieren, bewies der Neujahrsempfang des Ortsausschuss St. Josef am Sonntag, den 19. Januar 2020.



Bei den politischen Diskussionen um die Umwelt stehen die Emissionswerte rund um CO2 im Fokus. Scheinbar vergessen bleiben dabei Müllvermeidung, Ressourcenschonung, Schutz der Wälder, also letztlich des gesamten Ökosystems. Warum ist ein gelebter Umweltschutz so schwierig?

Dieser heimatkundliche Beitrag wurde für die Festschrift, anläßlich des 50-jährigen Bestehens der Hetzerather Bergmannssiedlung im Jahre 1989, auf Anregung des heimatkundlich interessierten 1. Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Herrn Willi Mertens, erstellt. Es werden Beiträge zur Ortsgeschichte Hetzerath - z.T. Erstveröffentlichungen - und von den Nachbarorten behandelt, die aufgrund der historischen Zusammenhänge mit genannt werden.

Bis zum Jahr 1939 wurden in Hetzerath 52 Häuser gebaut, in denen rund 300 Menschen wohnten. Ihren Lebensunterhalt bestritten sie hauptsächlich durch die Landwirtschaft. Eine oder mehrere Kühe und etwas Landwirtschaft besaß wohl jeder Haushalt. Dazu übten diejenigen, die hiervon nicht leben konnten, handwerkliche Berufe wie Korbmacher, Holzschuhmacher, Leinenweber, Bauhandwerker oder Tagelöhner aus. Auf dem Webstuhl zu Leinen verarbeitet wurde der selbst angebaute Flachs, der in den nahe gelegenen Maaren gewässert wurde.

Nach zahlreichen Höhepunkten in diesem Jahr lud die Interessengemeinschaft (IGH) am 30. November zum Besuch des  Weihnachtsmarktes nach Grefrath ein. Zum Jahresabschluß trafen bei strahlend blauem Himmel zahlreiche Mitglieder sowie willkommene Gäste der IGH am frühen Nachmittag in gespannter Erwartung auf dem Kirmesplatz ein.